Einreiseverweigerung für Schiedsrichter wirft Schatten auf die WM 2026
Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft, die am 09. Juni 2026 in den USA, Mexiko und Kanada beginnt, steht unter einem ungünstigen Stern. Ein von der FIFA nominierter Schiedsrichter, Omar Artan aus Somalia, wurde von den US-Behörden die Einreise verweigert, was die Durchführung des Turniers in Frage stellt.
Schiedsrichter abgewiesen
Omar Artan, der als erster Schiedsrichter aus Somalia bei einer WM pfeifen sollte, wurde am vergangenen Samstag am Flughafen in Miami von der Grenzbehörde CBP abgewiesen. Trotz eines gültigen Visums und seiner Nominierung durch die FIFA wurde ihm die Einreise mit der Begründung verweigert, dass „Bedenken bei der Sicherheitsprüfung“ vorlägen.
Die FIFA sieht sich in einer schwierigen Lage, da die Situation das gesamte Turnier überschattet. Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballmagazins „11Freunde“, äußerte sich kritisch:
„Das wirft einen ziemlich dunklen schwarzen Schatten aufs Turnier. Einen Schiedsrichter, der zum offiziellen Kreis der Referees bei dieser WM gehört, der ein Visum besitzt, aber aus Somalia stammt, einfach abzuweisen, ist eine Machtdemonstration von Donald Trump und der Einwanderungsbehörde, die nicht durch Sicherheitsbedenken zu rechtfertigen ist.“
Hintergrund der Einreiseproblematik
Die Einreiseverweigerung ist nicht nur ein Einzelfall. Die USA haben eine Liste von Ländern, deren Bürgern die Einreise erschwert oder ganz verboten wird. Somalia ist eines dieser Länder, und insgesamt sind 75 Staaten betroffen, darunter auch 17 der 48 WM-Teilnehmer. Die FIFA hatte zuvor betont, dass alle Teams, Funktionäre und Fans Zugang zum Gastgeberland haben müssen, um die WM durchführen zu können.
Gianni Infantino, Präsident der FIFA, hatte 2017 klar formuliert:
„Es ist offensichtlich, dass alle Teams, Funktionäre und Fans Zugang zum Ausrichterland haben müssen. Sonst gibt es keine WM, das ist klar.“
Diese Aussage wird nun auf die Probe gestellt, da die Realität zeigt, dass viele Fans und Funktionäre aus den betroffenen Ländern Schwierigkeiten haben, in die USA einzureisen. Die FIFA steht unter Druck, Lösungen zu finden, um die Integrität des Turniers zu wahren.
Reaktionen und Auswirkungen
Die Situation hat bereits zu Protesten geführt. Fans aus Schottland berichteten, dass ihnen die Einreise verweigert wurde, und auch die iranische Delegation sieht sich erheblichen Schwierigkeiten gegenüber. Während einige Funktionäre und Mitarbeiter die Einreise ganz verwehrt wurde, müssen die Spieler des iranischen Teams in Mexiko wohnen, obwohl sie in den USA spielen. Die Einreiseproblematik könnte nicht nur die Schiedsrichter, sondern auch die Fans und Medienvertreter betreffen, die für die Berichterstattung über das Event unerlässlich sind.
Insgesamt zeigt die Situation, wie fragil die Planung und Durchführung eines solchen Großereignisses sein kann, wenn politische Entscheidungen und Sicherheitsbedenken in den Vordergrund rücken. Die FIFA und die Organisatoren der WM müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass das Turnier wie geplant stattfinden kann.
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Quellen: n-tv
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