Eine neue Petition zielt darauf ab, Hape Kerkeling als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren. Diese Initiative richtet sich an die Vorsitzenden der Fraktionen der demokratischen Parteien und fordert deren Unterstützung für Kerkeling als gemeinsamen, überparteilichen Kandidaten bei der Wahl am 30. Januar 2027. In der Petition wird hervorgehoben, dass Kerkeling ein „modernes, weltoffenes Deutschland“ verkörpert, das trotz seiner Fortschrittlichkeit die Wurzeln sowie humanistische, demokratische und christliche Werte nicht vergisst. Außerdem wird betont, dass er die Menschen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund auf Augenhöhe anspricht und als „Brückenbauer für eine verunsicherte Gesellschaft“ gilt.
Ein wesentlicher Punkt der Petition ist Kerkelings ergreifende Rede am 12. April in der Gedenkstätte Buchenwald, in der er an die Erfahrungen seines Großvaters Hermann Kerkeling erinnerte, der drei Jahre im Konzentrationslager verbringen musste. Seit Jahren setzt sich der Entertainer aktiv gegen Antisemitismus ein, den er als „Angriff auf die Menschlichkeit“ bezeichnet.
Im Rahmen des 35. Kinofests Lünen, wo er für sein Lebenswerk als Entertainer ausgezeichnet wurde, sprach Hape Kerkeling über mögliche politische Ambitionen. Auf die Frage, ob er sich eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten vorstellen könnte, sagte er, dass er vor einem Jahrzehnt eine solche Möglichkeit noch ausgeschlossen hätte. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Situation und der Charaktere in vielen Führungspositionen sei jedoch nichts mehr ausgeschlossen.
Kerkeling hat zudem bereits Erfahrungen mit dem Amtssitz des Bundespräsidenten, Schloss Bellevue. Im Jahr 1991 trat er dort als Königin Beatrix der Niederlande verkleidet auf und wollte „lecker Mittagessen“. Bei seiner Dankesrede in Lünen bemerkte er, dass es sich um eine „schöne Immobilie“ handele und er kein „hundertprozentiges Nein“ zu Bellevue als möglichem neuen Wohnsitz geben würde.
Die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027, eine Wiederwahl ist nach der deutschen Verfassung ausgeschlossen.
Quellen: n-tv, RTL
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