Politik
Iranische Militärführung kündigt aggressive Maßnahmen gegen US-Schiffe an
16.04.2026, 01:31 Uhr
Der Militärberater von Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, hat mit Angriffen auf US-Schiffe in der Straße von Hormus gedroht. Resai kritisierte, dass US-Präsident Donald Trump die US-Streitkräfte zur „Polizei der Straße von Hormus“ machen wolle. „Ist das die Aufgabe einer mächtigen Armee wie der der USA?“, fragte er im iranischen Staatsfernsehen.
Resai äußerte sich äußerst provokant und erklärte: „Ihre Schiffe werden von unseren ersten Raketen versenkt werden. Sie können definitiv unseren Raketen ausgesetzt werden – und wir können sie zerstören.“ Der Hardliner innerhalb der Revolutionsgarden sprach sich zudem gegen eine Verlängerung der derzeit bestehenden Waffenruhe aus, was er jedoch als seine „persönliche Meinung“ kennzeichnete.
US-Regierung und Sanktionen
Ein Insider, dessen Name nicht genannt wurde, berichtete, dass die iranische Regierung bereit sein könnte, die freie Durchfahrt auf der omanischen Seite der Straße von Hormus zu gestatten, um eine Wiederbelebung des Konflikts zu vermeiden. Dies würde einen signifikanten Schritt von maximalen Forderungen der Islamischen Republik darstellen, wobei die Bedingung wäre, dass die US-Regierung auf die weiteren Forderungen Irans eingeht. Dazu zählen unter anderem die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende der Sanktionen.
Trump hatte eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus verhängt, nachdem am vergangenen Wochenende erste Verhandlungen zwischen Vertretern des Iran und der USA ohne Ergebnis beendet wurden. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist die für Öl- und Gastransporte wichtige Meerenge durch die iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. Diese Blockade hat weltweit zu einem Anstieg der Preise für Öl und Flüssiggas geführt. Die US-Regierung erwägt, bald neue Verhandlungen aufzunehmen. Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus nach gescheiterten Verhandlungen mit Iran an – Oldenburger Echo
Die Situation könnte sich weiter zuspitzen, insbesondere wenn man die Frage nach dem Anstieg der Ölpreise über 100 Dollar in Betracht zieht, die möglicherweise eine Krise im Persischen Golf auslösen könnte. In diesem Kontext wird auch über Trumps riskante Optionen nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran diskutiert.
- US-Jet im Iran abgestürzt: Politische Herausforderungen für Trump und Vermisstenmeldung
- Wegen guter Zusammenarbeit: Trump sagt zweiten Angriff auf Venezuela ab | Politik
„`
Bildquelle: depositphotos