Aktuell gibt es erneut Spannungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten, insbesondere in Form von Zollstreitigkeiten.
Die Politik der Trump-Administration wird von vielen EU-Bürgern kritisch betrachtet. Laut einer aktuellen Umfrage halten weniger als ein Drittel der Menschen in der Europäischen Union die USA für den wichtigsten Partner. Im Gegensatz dazu steigt die Bedeutung anderer Länder. Strategien der Trump-Regierung im Angesicht möglicher Wahlniederlagen könnten hier eine Rolle spielen.
Immer mehr Bürger der EU fordern, dass die Gemeinschaft eigenständiger agiert. Dies geht aus einer repräsentativen Untersuchung hervor, die die Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die USA und deren Rolle als primärer Verbündeter. Interessanterweise zeigt die Studie jedoch, dass es keine Neigung zu China gibt. Stattdessen gewinnen Großbritannien und Kanada an Einfluss.
Wachsende Unterstützung für eigenständige EU-Politik
Demnach sprechen sich 73 Prozent der EU-Bürger dafür aus, dass die EU einen eigenen Weg verfolgen sollte. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 63 Prozent. Besonders stark ist der Anstieg bei älteren Europäern (ab 56 Jahren), wo die Zustimmung von 60 Prozent auf 75 Prozent gestiegen ist.
Misstrauen gegenüber den USA nimmt zu
Das Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten wächst. 58 Prozent der EU-Bürger betrachten die USA nicht mehr als vertrauenswürdigen Partner, während dieser Wert im Vorjahr bei 54 Prozent lag. Nur noch 31 Prozent der Befragten sehen die USA als den wichtigsten Verbündeten Europas an, im Jahr 2024 waren es noch 51 Prozent. Republikanische Führung äußert Bedenken zum Abzug von US-Truppen aus Deutschland, was das Vertrauen weiter beeinträchtigen könnte.
Veränderungen im internationalen Ansehen
Die Bedeutung von Großbritannien und Kanada hat zugenommen. Der Anteil derjenigen, die das Vereinigte Königreich als wichtigen Partner ansehen, stieg von 13 Prozent auf 24 Prozent, während Kanada von 7 Prozent auf 13 Prozent zulegte. Im Gegensatz dazu betrachten lediglich 9 Prozent der Europäer China als den wertvollsten Verbündeten der EU, und 61 Prozent bewerten den globalen Einfluss Chinas negativ.
Diese Entwicklungen zeigen, dass das Verhältnis zwischen der EU und den USA in einem Wandel begriffen ist, der durch das Streben nach mehr Unabhängigkeit und das Streben nach neuen Partnerschaften geprägt ist.
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Quellen: n-tv