Die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der Waffenruhe im Iran stagnieren. In diesem Kontext haben sowohl die USA als auch der Iran neue Angriffe gemeldet, wobei der Golfstaat Kuwait erneut im Fokus steht.
Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden wurde ein Stützpunkt angegriffen, der von der US-Armee für militärische Operationen genutzt wird. Der genaue Standort wurde in einer Erklärung, die von iranischen Staatsmedien verbreitet wurde, nicht genannt. Das kuwaitische Militär hatte zuvor mitgeteilt, dass seine Luftverteidigung auf einen Drohnen- und Raketenangriff reagiert. Informationen über die Herkunft der Drohnen und Raketen sowie die Ziele der Angriffe wurden von der Armee nicht veröffentlicht.
Alarmzustand in Kuwait
In Kuwait wurde am Morgen aufgrund feindlicher Luftangriffe mit Raketen und Drohnen Alarm ausgelöst. Der Generalstab der Armee teilte über X mit, dass die Luftabwehr im Einsatz sei. Die Geräusche von Explosionen seien auf das Abfangen von Geschossen zurückzuführen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.
Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar haben die Streitkräfte der Islamischen Republik bereits mehrfach solche Angriffe auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf durchgeführt. In dieser Region unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt sind. Trotz der Waffenruhe haben auch die Golfstaaten in letzter Zeit vereinzelt Beschuss gemeldet.
US-Militär reagiert auf iranische Aggressionen
Das US-Militär gab an, am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen zu haben. Diese Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran, einschließlich des Abschusses einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, so das US-Zentralkommando (Centcom). Laut den Angaben wurden die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört, ohne dass US-Soldaten zu Schaden kamen.
Änderungen am Iran-Abkommen gefordert
US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge Änderungen am Iran-Abkommen gefordert, auf das sich seine Berater bereits mit den Unterhändlern aus Teheran verständigt hatten. Trump habe einen neuen Entwurf zur Prüfung an den Iran gesendet, berichtete die New York Times unter Berufung auf informierte Kreise. Die genauen Inhalte der Änderungen sind jedoch unklar. Laut dem Nachrichtenportal Axios plant der US-Präsident, mehrere Punkte des Abkommens zu verschärfen, die ihm persönlich wichtig sind. Daher müssen die Delegationen nun eine weitere Verhandlungsrunde einlegen, die mehrere Tage in Anspruch nehmen könnte. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie hohe Spritpreise die Meinung der Amerikaner zum Iran-Konflikt beeinflussen.
Zusätzlich wird die Rolle von Chinas Waffentechnologie immer wichtiger, da Iran möglicherweise US-Kampfjet abgeschossen haben. Diese Entwicklungen könnten die geopolitische Lage weiter komplizieren und die Suche nach Stabilität zwischen Iran und den USA erschweren.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: deposiphotos