Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ haben mehrere europäische Länder ihre Bürger per Flugzeug evakuiert. Bei der Landung eines Flugzeugs in Frankreich wurde jedoch ein besorgniserregender Fall gemeldet: Ein Passagier zeigte während des Fluges Symptome einer Erkrankung.
Evakuierung und Quarantäne
Ein Franzose, der nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ausgeflogen wurde, zeigt laut Angaben der französischen Regierung Krankheitssymptome. Premierminister Sébastien Lecornu erklärte auf der Plattform X, dass bei einem der fünf Passagiere, die am Nachmittag am Flughafen Le Bourget in der Nähe von Paris landeten, während des Fluges Symptome auftraten.
Die genauen Symptome wurden von Lecornu nicht spezifiziert. Alle fünf Passagiere wurden nach der Landung sofort unter strenge Quarantäne gestellt und isoliert. Sie sollen in einem Pariser Krankenhaus umfassend untersucht und medizinisch betreut werden.
„Noch heute Abend werde ich ein Dekret erlassen, das es ermöglicht, geeignete Isolationsmaßnahmen für Kontaktpersonen zu ergreifen und die allgemeine Bevölkerung zu schützen“, kündigte der Premierminister an.
Hintergrund der Evakuierung
Am Sonntag hatten evakuierte Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs von der Kanareninsel Teneriffa aus mit Sondermaschinen ihre Rückreise angetreten. Vier Deutsche flogen am Nachmittag gemeinsam mit weiteren Betroffenen in einer niederländischen Maschine in Richtung Niederlande, bevor sie nach Deutschland weiterreisen sollten.
Vor der Abreise vom Schiff wurden alle Passagiere und Besatzungsmitglieder laut der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García erneut untersucht und als symptomfrei eingestuft.
Infektionen und Todesfälle
In den vergangenen Wochen sind drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche. Unter den etwa 150 Insassen des Kreuzfahrtschiffs wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang drei weitere Infektionen mit der von Mensch zu Mensch übertragbaren Anden-Variante des Hantavirus nachgewiesen. Zudem gibt es zwei Verdachtsfälle.
Die WHO vermutet, dass sich der zuerst verstorbene Niederländer mit dem Hantavirus infizierte, bevor er an Bord ging, und dass das Virus sich anschließend an Bord von Mensch zu Mensch verbreitete. Nach Angaben des argentinischen Gesundheitsministeriums hatte der Mann mit seiner Frau seit Ende November Argentinien, Chile und Uruguay bereist.
Um sich vor weiteren Risiken zu schützen, sollten Reisende auch die wichtigen Infos zum Dengue-Risiko auf den Malediven beachten.
Zusätzlich ist es ratsam, sich über aktuelle Sicherheitswarnungen zu informieren, wie die Warnung der Polizei vor neuer Betrugsmasche mit QR-Codes auf Mallorca.
„`
Quellen: n-tv