Politik
Trump übt scharfe Kritik an Meloni: Fehlender Mut im Iran-Konflikt
14.04.2026, 18:02 Uhr
In der Vergangenheit schien die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine enge Beziehung zu Donald Trump zu pflegen. Doch angesichts des Iran-Kriegs und der Kritik des US-Präsidenten an Papst Leo XIV. ist die Beziehung nun angespannt. In einem Interview äußerte Trump seine Unzufriedenheit mit Melonis Haltung.
Trump warf Meloni vor, im Iran-Konflikt nicht den nötigen Mut zu zeigen. „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, erklärte er in einem Gespräch mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Er zeigte sich „schockiert über sie“ und kritisierte, dass Italien und andere europäische NATO-Partner sich weigern, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen.
Die Spannungen zwischen Rom und Washington haben sich auch in Bezug auf Trumps Äußerungen über den Papst verstärkt. Meloni, die zuvor als Verbündete galt, sieht sich nun mit harscher Kritik konfrontiert.
Trump kritisiert Melonis Haltung
Trump stellte fest, dass Meloni der Meinung sei, die USA sollten die Arbeit für Italien erledigen. „Sie ist es, die inakzeptabel ist, denn es ist ihr egal, ob der Iran eine Atomwaffe besitzt und Italien in zwei Minuten in die Luft jagen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte“, sagte er. Zudem betonte Trump, dass er und Meloni seit geraumer Zeit nicht mehr miteinander gesprochen hätten.
Schärfere Töne gegenüber der NATO
Der US-Präsident äußerte sich auch kritisch zur NATO und bezeichnete die Allianz als „Papiertiger“. Er drohte, die Mitgliedschaft der USA in der NATO nach dem Ende des Krieges zu überdenken. Die NATO-Partner argumentieren, dass der seit dem 28. Februar von den USA und Israel geführte Krieg keinen Bündnisfall darstellt, der ein Eingreifen erforderlich macht.
In der Zwischenzeit hat Italien beschlossen, sein Verteidigungsabkommen mit Israel auszusetzen, das den Austausch von militärischer Ausrüstung und technologischen Erkenntnissen regelt. Meloni erklärte: „Angesichts der aktuellen Lage hat die Regierung beschlossen, die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel auszusetzen.“ Diese Entscheidung wurde von italienischen Nachrichtenagenturen wie Ansa und AGI berichtet.
Aktuelle Entwicklungen im Iran-Konflikt
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Angriffe auf Israel verstärkt. In Reaktion darauf führte Israel massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon durch und entsandte Bodentruppen über die Grenze. Diese gegenseitigen Angriffe setzten sich auch nach einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fort, die am Mittwoch vergangener Woche vereinbart wurde. Israel intensivierte seine Angriffe sogar weiter.
Die diplomatischen Spannungen zwischen den USA und Italien scheinen sich in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen weiter zu verschärfen. Weitere Informationen zu Trumps riskanten Optionen finden Sie in unserem Artikel über Trumps riskante Optionen nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran und die Bedeutung von Trumps Identität als Doktor in Bezug auf seine öffentlichen Auftritte in Warum Trump sein Bild als Jesus löschte.
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