Das Ostergeschäft verlief für den Schokoladenhersteller Lindt in diesem Jahr enttäuschend, da hohe Preise viele Kunden abschreckten. Einzelhändler ziehen nun Konsequenzen aus den schwachen Verkaufszahlen.
Zu Ostern wurden nicht nur zahlreiche Schokoladeneier verzehrt, sondern auch als Geschenke verschenkt. In den Regalen der Supermärkte und Discounter stapelten sich zahlreiche Schokoladenprodukte in Form von Eiern, Lämmern, Küken und natürlich Hasen. Viele dieser Artikel sind jedoch nach wie vor unverkauft.
Das Geschäft mit saisonalen Schokoladenprodukten verlief für einige Unternehmen in diesem Jahr nur schleppend. Besonders die Artikel von Lindt haben sich als Ladenhüter erwiesen, wie Kaufleute von Rewe und Edeka berichteten. Ein Insider äußerte, dass die Produkte in den Märkten „wie Blei in den Regalen“ liegen.
Selbst Preisnachlässe konnten die Situation nicht wesentlich verbessern. Teilweise wurden Rabatte von bis zu 25 Prozent gewährt, dennoch blieb ein erheblicher Teil der Ware unverkauft. Die Händler führen die schwachen Verkaufszahlen hauptsächlich auf die gestiegenen Preise zurück, die aus Sicht vieler Kunden einfach zu hoch sind. Infolgedessen greifen Verbraucher zunehmend zu günstigeren Alternativen, etwa von Ferrero, Milka oder Eigenmarken.
Händler ziehen Konsequenzen fürs Weihnachtsgeschäft
Die Rabattaktionen kamen nach Einschätzung einiger Einzelhändler zudem zu spät. Der übliche Kaufansturm in den Tagen vor Ostern blieb vielerorts aus. Erst kurz vor dem Fest stieg die Nachfrage etwas an, was jedoch nicht ausreichte, um die Verluste auszugleichen.
Einige Händler kündigen bereits Konsequenzen an. So beabsichtigen sie, künftig deutlich weniger saisonale Produkte von Lindt zu bestellen und sich stärker auf günstigere Alternativen zu konzentrieren. Ein Rewe-Kaufmann erklärte, dass er zu Weihnachten nur noch Lindt-Produkte unter acht Euro anbieten wolle. Zudem könnten die Entwicklungen bei anderen Herstellern wie dem Kaffeemaschinenhersteller Essenza von Interesse sein.
Ein weiterer Faktor, den die Kaufleute anführen, ist das veränderte Kaufverhalten der Kunden. Viele Verbraucher kaufen insgesamt bewusster ein und scheinen auch weniger Süßwaren zu erwerben. Die allgemeine Kaufzurückhaltung ist für die Händler deutlich spürbar. Steigende Lebenshaltungskosten und höhere Spritpreise führen dazu, dass viele Kunden ihre Einkäufe genauer planen und spontane Käufe vermeiden. Auch die Blitzermarathon-Meldungen zeigen, dass die Menschen aufmerksamer werden.
In schweren Zeiten gedenkt auch Stefan Mross seiner geliebten Hündin Zenzi, was zeigt, wie wichtig emotionale Bindungen in Krisenzeiten sind.
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