Das Pentagon hat die Kosten für den Iran-Konflikt auf etwa 25 Milliarden Euro geschätzt. Eine aktuelle Analyse einer Denkfabrik zeigt, dass die USA für die Wiederbeschaffung der im Konflikt eingesetzten Waffensysteme erheblich Zeit benötigen werden. Dies betrifft nicht nur die Tomahawk-Marschflugkörper. Wie beeinflussen hohe Spritpreise die Meinung der Amerikaner zum Iran-Konflikt?
Wiederbeschaffung der Waffensysteme
Eine Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington kommt zu dem Schluss, dass die USA mindestens drei Jahre benötigen werden, um die am häufigsten im Iran eingesetzten Waffensysteme zu ersetzen. Dies schließt sowohl die Tomahawk-Raketen als auch die Abfangsysteme Patriot und THAAD ein.
Die von der Marine verwendeten Standardraketen, wie die Typen SM-3 und SM-6, könnten innerhalb von etwa zwei Jahren neu beschafft werden, da sie nicht so intensiv eingesetzt wurden. Laut der CSIS-Analyse besteht durch die verringerten Bestände im Iran-Krieg zwar kein unmittelbares militärisches Risiko für die USA, jedoch wurde ein „Zeitfenster der Verwundbarkeit für einen möglichen Konflikt im Westpazifik“ geschaffen. Militärische Lage im Iran: Analyse zeigt Differenzen zur offiziellen Regierungsdarstellung
Finanzielle Auswirkungen des Militäreinsatzes
Das Pentagon hat die Kosten für den Militäreinsatz mit dem Titel „Epischer Zorn“ zuletzt auf 29 Milliarden Dollar, was rund 25 Milliarden Euro entspricht, beziffert. Jules Hurst, der Finanzchef des Pentagon, erklärte dies während einer Kongressanhörung mit Verweis auf die „Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Militärausrüstung“.
„Die Wiederbeschaffung der eingesetzten Waffensysteme wird eine erhebliche Herausforderung darstellen“, so die Analyse des CSIS.
Zusammenfassung
- Die USA benötigen mindestens drei Jahre für den Ersatz der im Iran eingesetzten Waffensysteme.
- Tomahawks, Patriot- und THAAD-Systeme sind betroffen.
- Ein Zeitfenster der Verwundbarkeit könnte im Westpazifik entstehen.
- Die Kosten des Militäreinsatzes belaufen sich auf 29 Milliarden Dollar. Iran und die USA: Spannungen, Chancen und die Suche nach Stabilität
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Quellen: n-tv