Politik
Russland äußert Bedenken zu neuen Drohnenlieferungen an die Ukraine
15.04.2026, 21:59 Uhr
Bei einem Treffen in Berlin hat die Ukraine-Kontaktgruppe dem von Russland angegriffenen Land weitere Hilfslieferungen zugesichert. Zu diesen Lieferungen zählen auch Drohnen, die für den Abwehrkampf eingesetzt werden sollen. Diese Ankündigung stößt in Moskau auf scharfe Kritik.
Das russische Verteidigungsministerium reagierte mit deutlicher Ablehnung auf die angekündigten neuen Drohnenlieferungen an die Ukraine. In einer Mitteilung auf Telegram wurde die Absicht geäußert, die Produktion von Drohnen für das ukrainische Militär in europäischen Fabriken erheblich auszubauen. Dies sei ein bewusster Schritt, der die militärisch-politische Lage auf dem gesamten europäischen Kontinent eskalieren lasse und die betroffenen Länder in ein strategisches Hinterland der Ukraine verwandle.
„Wir werten diesen Beschluss als bewussten Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärisch-politischen Lage auf dem ganzen europäischen Kontinent führt“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
Zusätzlich wurden die Adressen mehrerer deutscher Rüstungsunternehmen veröffentlicht, die an der Produktion beteiligt sind.
Hintergrund der Kritik
Russland führt seit mehr als vier Jahren einen systematischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der von Kremlchef Wladimir Putin befohlen wurde. Die russischen Militärs rechtfertigen ihre Angriffe häufig mit der Behauptung, sie zielen auf militärische Objekte oder auf Infrastruktur, die der ukrainischen Rüstungsindustrie dient. Dabei werden auch gezielt zivile Ziele angegriffen.
Die scharfe Kritik des russischen Verteidigungsministeriums fällt zeitlich zusammen mit weiteren Hilfszusagen an Kiew, die während des Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin gemacht wurden. Am Vortag hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine „strategische Partnerschaft“ vereinbart, die auch militärische Komponenten umfasst. Diese Entwicklungen sind Teil einer breiteren Diskussion über die Sicherheit in Europa, die auch die EU-Kommission genehmigt neuen Industriestrompreis zur Vermeidung von Abwanderung umfasst.
Folgen für die Sicherheit in Europa
In der Mitteilung des Verteidigungsministeriums wird betont, dass die Handlungen der europäischen Staatschefs nicht zur Stärkung der Sicherheit des Kontinents beitragen. Im Gegenteil, die Länder, die Drohnen für die Ukraine produzieren, würden in den Konflikt mit Russland hineingezogen. Namentlich werden zwei Adressen in München und eine in Hanau genannt, an denen angeblich Drohnen für die Ukraine hergestellt werden. Aus Sicherheitsgründen bleiben die Standorte dieser Betriebe geheim.
Russlands ehemaliger Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats weiterhin großen Einfluss hat, bezeichnete die genannten Unternehmen auf der Plattform X als „Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte“. Er warnte, wie schnell solche Angriffe Realität werden könnten, hänge von der weiteren Entwicklung der Situation ab. Diese Situation wird auch in der Berichterstattung über Trumps riskante Optionen nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran thematisiert.
Die Spannungen zwischen Russland und den europäischen Ländern nehmen angesichts der fortgesetzten militärischen Unterstützung für die Ukraine weiter zu. Auch die Kritik und Zustimmung zum neuen Tankrabatt zeigt, wie komplex die wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen sind.
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Bildquelle: depositphotos