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Kronprinzessin Mette-Marit: Dringender Bedarf an Lungentransplantation festgestellt

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit benötigt dringend eine neue Lunge, da sich ihre chronische Lungenfibrose erheblich verschlechtert hat. Ihr Ehemann äußert Besorgnis, während der Hof Vorbereitungen für eine mögliche Transplantation trifft.

Kronprinzessin Mette-Marit: Dringender Bedarf an Lungentransplantation festgestellt
NTNU Trondheim via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenkrankheit, deren Verlauf sich in letzter Zeit erheblich verschlechtert hat. Ihr Ehemann, Kronprinz Haakon, äußerte seine Besorgnis über ihren Gesundheitszustand und berichtete, dass sie im Alltag auf ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, welches ihr etwas Erleichterung verschafft.

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Seit 2018 ist die Kronprinzessin von einer seltenen Form der Lungenfibrose betroffen, einer unheilbaren Erkrankung, die zu einer Vernarbung des Lungengewebes führt und Atemnot verursacht. Bereits Ende Januar 2026 wurde bekannt, dass sich ihr Zustand weiter verschlechtert hat und sie auf eine Spenderlunge wartet. Der königliche Hof hat angekündigt, dass Vorbereitungen für eine mögliche Lungentransplantation getroffen werden.

Mette-Marit und die Notwendigkeit einer Spenderlunge

Eine Lungentransplantation wird erforderlich, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist und alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Bei diesem Verfahren werden ein oder beide Lungenflügel des Patienten durch gesunde Spenderorgane ersetzt. Die Wartezeit auf eine Spenderlunge kann aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Organen langwierig sein.

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 308 Lungentransplantationen durchgeführt, während zum Jahresende 323 Patienten auf der Warteliste standen. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen Patienten konfrontiert sind, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind.

Voraussetzungen für eine Lungentransplantation

Um für eine Lungentransplantation in Betracht gezogen zu werden, müssen Patienten bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehören ein stabiler Gesundheitszustand, das Fehlen schwerer Begleiterkrankungen, kein Tabakkonsum sowie die Bereitschaft, lebenslang immunsuppressive Medikamente einzunehmen und regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Die Auswahl der Patienten erfolgt anhand des Lungen-Allokations-Scores (LAS), der die Dringlichkeit der Transplantation und die Erfolgsaussichten bewertet. Faktoren wie Alter, Größe, Gewicht, Blutgruppe, Art der Lungenerkrankung und Schwere der Lungenfunktionsstörung spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Der Ablauf einer Lungentransplantation

Bei einer Lungentransplantation wird der Brustkorb des Patienten geöffnet, um den erkrankten Lungenflügel zu entfernen. Anschließend wird das Spenderorgan mit den Hauptbronchien, Lungenvenen und der Lungenschlagader des Patienten verbunden. Während des Eingriffs erfolgt die Beatmung über den verbleibenden Lungenflügel. Nach der Operation wird der Patient auf die Intensivstation gebracht und kann bei normalem Verlauf nach etwa drei Wochen das Krankenhaus verlassen.

Komplikationen und Langzeitfolgen

Trotz der Etabliertheit des Verfahrens birgt eine Lungentransplantation erhebliche Risiken. Fast ein Drittel der Patienten erlebt im ersten Jahr nach der Transplantation eine akute Abstoßung des Organs, was eine Anpassung der Medikation erforderlich macht. Die immunsuppressiven Medikamente erhöhen zudem das Risiko für Infektionen.

Eine der schwerwiegendsten Langzeitkomplikationen ist das chronische Transplantatversagen, das bei etwa der Hälfte der Patienten innerhalb der ersten fünf Jahre auftritt. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch gelten Gewebeschäden und Entzündungen als Risikofaktoren. Wenn das Transplantatversagen nicht behandelt werden kann, ist eine erneute Transplantation notwendig.

Überlebensraten nach Lungentransplantation

Die Überlebensraten nach einer Lungentransplantation variieren. Nach drei Monaten überleben 89 Prozent der Patienten, nach einem Jahr sind es 80 Prozent, nach fünf Jahren 53 Prozent und nach zehn Jahren 32 Prozent. Diese Werte sind im Vergleich zu anderen Organtransplantationen relativ niedrig, was auf das höhere Durchschnittsalter der Patienten und häufige Begleiterkrankungen zurückzuführen ist.

Dennoch zeigen die Überlebensraten einen positiven Trend, und viele Patienten berichten von einer signifikanten Verbesserung ihrer Lebensqualität nach der Transplantation. Viele können wieder aktiver am Leben teilnehmen und sogar Sport treiben, was die Lebensqualität erheblich steigert.


Quellen: Focus, stern

Bildquelle: NTNU Trondheim via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

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