Kritik an der Kadernominierung: Matthäus und Lahm äußern Bedenken zu Nagelsmanns Terminwahl
Die Bekanntgabe des WM-Kaders durch Bundestrainer Julian Nagelsmann sorgt für Unmut bei ehemaligen Nationalspielern. Lothar Matthäus und Philipp Lahm haben sich kritisch zu dem festgelegten Termin geäußert, der auf den 21. Mai fällt, nur zwei Tage vor dem DFB-Pokalfinale.
Termin der Kadernominierung sorgt für Diskussionen
Julian Nagelsmann plant, den 26-köpfigen Kader am 21. Mai zu verkünden, was auf heftige Kritik stößt. Der Termin wurde vom ursprünglichen Datum, dem 12. Mai, auf den 21. Mai verschoben, um den letzten Bundesliga-Spieltag abzuwarten und sich ein besseres Bild von den potenziellen WM-Spielern zu machen. Matthäus sieht in dieser Entscheidung jedoch ein Problem für die betroffenen Spieler.
„Wir haben zwei Tage später ein Pokal-Endspiel, da spielt Stuttgart gegen Bayern. Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?“
Diese Aussage stammt von Lothar Matthäus, der im WM-Sonderheft der „Sport Bild“ seine Bedenken äußerte.
Psychologische Auswirkungen auf die Spieler
Philipp Lahm teilt die Meinung von Matthäus und betont, dass die Nominierung nicht nur sportliche, sondern auch psychologische Auswirkungen auf die Spieler hat. Der Weltmeister von 2014 erklärte:
„Jetzt kann man sagen, wir sind Profis. Aber es macht ja trotzdem was mit den Spielern.“
Matthäus fügte hinzu:
„Ich finde das psychologisch auf jeden Fall nicht unbedingt gut terminiert. Die Festlegung der Termine sollte sich auch ein bisschen nach dem Spielplan der Vereine richten, die Nationalspieler haben und an dem Tag oder einen Tag später ein wichtiges Spiel haben. Das kannst du am 24. machen nach dem Pokal-Endspiel. Diese Terminierung, die stört mich schon seit langer Zeit.“
Die Kritik an der Kadernominierung wirft Fragen zur Planung und Organisation innerhalb des DFB auf, insbesondere in Bezug auf die Berücksichtigung der Interessen der Spieler und Vereine. Zudem hat Real Madrid Sebastian Hoeneß im Visier, was die Diskussion um Trainerwechsel weiter anheizt. Auch die Nominierung von Marie-Louise Eta bei Union Berlin zeigt, wie dynamisch die Trainerlandschaft ist.
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Quellen: t-online
Bildquelle: Steffen Prößdorf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)