Die Eisbären Berlin zeigen sich im Auftakt der DEL-Finals in bestechender Form: Die Adler aus Mannheim wurden nahezu überrollt. Rekordtorjäger Leo Pföderl erzielte als erster Spieler in der DEL-Geschichte mehr als 50 Playoff-Tore. Nur zwei Siege trennen die Berliner noch vom zwölften Titel.
Die Eisbären Berlin, die als die effektivsten Playoff-Könige gelten, sind auf dem besten Weg zu ihrem zwölften Meistertitel. Im zweiten Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) setzten sich die Titelverteidiger und Rekordmeister mit 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) gegen die Adler Mannheim durch. Pföderl steuerte dabei zwei Tore bei und knackte die 50-Tore-Marke in den Playoffs.
„Nehm‘ ich mit – und weiter geht’s“, sagte der 32-Jährige bei MagentaSport. „Wir haben zwar eine gute Ausgangsposition, aber es ist noch lange nicht vorbei. Wir müssen so weitermachen.“
Adler in den Finals seit 2019 chancenlos
Das Team von Serge Aubin, der bislang alle 14 Playoff-Serien mit den Eisbären gewonnen hat, führt in der Endspielserie mit 2:0. Damit fehlen den Berlinern im Duell der erfolgreichsten Klubs der DEL-Historie nur noch zwei Siege zum erneuten Triumph. Das nächste Spiel findet am Dienstag um 19:30 Uhr in Mannheim statt. Im ersten Spiel hatten die Eisbären bereits mit 7:3 gewonnen.
Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena am Ostbahnhof erzielten Manuel Wiederer (3.), Liam Kirk (23.), Pföderl (47./54.) und Eric Hördler (54.) die Tore für die Eisbären. Die Berliner haben seit 2002 in der Meisterrunde nicht mehr gegen Mannheim verloren und seit sieben Jahren keine Serie mehr abgegeben. Die Adler, die erstmals seit 2019 im Finale stehen, scheiterten wiederholt am überragenden Berliner Torwart Jonas Stettmer. Zach Solow erzielte in der 58. Minute den Ehrentreffer, nachdem Mannheim den Torhüter vom Eis genommen hatte.
Pföderl zieht den Adlern den Stecker
Die Adler konnten wieder auf Nationalspieler Leon Gawanke zurückgreifen, der im ersten Spiel von Eisbären-Kapitän Kai Wissmann in die Bande gecheckt worden war. Justin Schütz, der Torjäger, fiel jedoch aufgrund einer Beinverletzung aus. Dennoch standen immer noch neun deutsche Olympiateilnehmer von Mailand auf dem Eis, sowie ein halbes Dutzend weitere Kandidaten für die WM in drei Wochen in der Schweiz.
Berlin legte erneut einen perfekten Start hin: Nach starker Vorarbeit von Frederik Tiffels schoss Wiederer den Puck ins Netz. Auf der Gegenseite vergaben die Mannheimer, wie schon im ersten Duell, mehrere Großchancen. Eisbären-Goalie Stettmer hatte im deutschen Torhüterduell gegen Maximilian Franzreb die Oberhand und ließ kaum Nachschüsse zu.
Beim zweiten Tor der Eisbären lief Kirk durch die Mannheimer Abwehr und schob den Puck durch die Beine von Franzreb ins Tor – ein weiterer Traumstart ins Drittel. Die Effizienz der Eisbären fehlte den Adlern, die immer wieder an Stettmer scheiterten.
Im Schlussdrittel versuchten die Gäste, den Druck zu erhöhen. Doch erneut schlugen die Meisterbären zu: Pföderl sorgte mit einem Konter für die Entscheidung. Damit war Mannheim endgültig der Stecker gezogen.
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