Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga steht der VfL Wolfsburg vor einer umfassenden personellen Neuausrichtung. Während noch über die Besetzung der Trainerposition entschieden wird, sind bereits erste Änderungen im Kader eingeleitet worden.
Am Donnerstag verkündete der Verein, dass insgesamt neun Spieler den Klub verlassen werden, was eine direkte Folge der enttäuschenden Saison ist, die mit dem Abstieg endete. Bereits am Mittwoch hatte der VfL Wolfsburg bekannt gegeben, dass Jeanuel Belocian, Adam Daghim, Jenson Seelt und Jesper Lindström nach Beendigung ihrer Leihgeschäfte zu anderen Klubs zurückkehren. Die Kaufoptionen für diese Spieler werden nicht gezogen.
Weiterhin werden Jonas Wind und Kevin Paredes nicht mehr zur Wolfsburger Mannschaft gehören, da ihre Verträge im Sommer auslaufen. In 124 Pflichtspielen erzielte Wind 35 Tore, während Paredes in 65 Partien vier Treffer beisteuerte. Auch für Nicolas Cozza, Bartol Franjic und Jakub Kaminski scheint keine Zukunft beim VfL mehr gegeben, sie werden in der kommenden Saison ebenfalls nicht im Kader stehen.
Elvis Rexhbecaj, der vom FC Augsburg zu seinem Ausbildungsverein zurückkehrt, wurde bereits als erster Neuzugang vermeldet. Berichten zufolge bleiben die bestehenden Verträge auch in der 2. Liga gültig, allerdings wird mit einer Gehaltskürzung von etwa 35 Prozent gerechnet.
Die Frage nach dem neuen Trainer bleibt bisher unbeantwortet. Es gibt Überlegungen, Dieter Hecking in eine Geschäftsführerposition zu befördern. Gleichzeitig wird Alexander Blessin, der gegenwärtig das Traineramt beim FC St. Pauli inne hat, als möglicher Nachfolger für die Trainerrolle gehandelt. Zudem wird Sebastian Hoeneß als interessanter Kandidat gehandelt.
Am Pfingstmontag erlebte der VfL Wolfsburg den historischen Abstieg aus der Bundesliga. In der Relegation verlor die Mannschaft das Rückspiel gegen den SC Paderborn mit 1:2 nach Verlängerung, nachdem sie eine lange Unterzahl hatte. Diese Niederlage hat nicht nur die sportlichen Ambitionen des Vereins beeinträchtigt, sondern auch einen grundlegenden Umbruch im Kader zur Folge gehabt.
Die Gründe für den Abstieg sind vielschichtig. Von Beginn an wies die Mannschaft eine suboptimale Zusammenstellung auf, mit einer Überzahl ähnlicher Spieler im Mittelfeld und einem Mangel an Torjägern. Zudem war Trainer Paul Simonis, der zu Saisonbeginn antrat, für die Bundesliga überfordert. Auch sein Nachfolger Daniel Bauer konnte keine Stabilität herstellen. Erst Dieter Hecking, als dritter Trainer eingestellt, brachte etwas Beruhigung in die Situation, jedoch ohne das notwendige Feuer zu entfachen.
Die nächsten Monate werden für den VfL Wolfsburg entscheidend sein, da der Verein versucht, die negativen Erfahrungen der vergangenen Saison hinter sich zu lassen und eine konkurrenzfähige Mannschaft für die 2. Bundesliga aufzubauen.
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Quellen: t-online, Tagesspiegel
Bildquelle: funky1opti from Wolfsburg, Deutschland via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)