Fußball
Warum Manchester City Arsenal die Tabellenführung entriss: Ein Blick auf Guardiola und Haaland
23.04.2026, 08:51 Uhr
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Arsenal steht unter Druck, während Manchester City auf der Jagd ist: Der Torjäger Erling Haaland hat die Gunners von der Tabellenspitze verdrängt, und Pep Guardiola hat mit identischer Punktzahl und Torbilanz die Führung übernommen. Ein englischer Psychologe hat die Gründe dafür analysiert.
Der Traum des FC Arsenal, nach über zwei Jahrzehnten den ersten Titel in der Premier League zu gewinnen, hielt 200 Tage an. Doch die Hoffnungen des Vereins könnten bald schwinden. Erstmals in dieser Saison hat Manchester City die Tabellenführung in der englischen Topliga übernommen.
Der Vorsprung ist jedoch minimal. Beide Teams haben nach 33 Spielen 70 Punkte erzielt und eine Tordifferenz von +37. Der entscheidende Unterschied liegt in der Anzahl der Tore: Pep Guardiolas Mannschaft hat 66 Tore erzielt, während Arsenal 63 Treffer vorweisen kann.
City will die Führung nicht mehr abgeben
Manchester City wird die Tabellenführung nach dem 1:0-Sieg (1:0) gegen den Absteiger Burnley nicht mehr hergeben wollen. Nach einer frühen Führung durch Haaland in der fünften Minute verpassten sie es jedoch, die Gelegenheit zu nutzen, um im Titelrennen weiter vorzulegen. Trotz einer dominanten Leistung mit insgesamt 28 Torschüssen und einem Expected-Goals-Wert von 3,54 gelang es City nicht, einen weiteren Treffer zu erzielen.
„Wir hatten ja unsere Chancen“, sagte Guardiola nach dem Spiel. „Ich bin nicht frustriert. Wieso auch? Wir haben drei Punkte geholt, wir führen die Tabelle an. Wir können es natürlich noch besser machen, aber die Jungs haben alles gegeben.“
In den verbleibenden fünf Spielen der Saison wird es für Arsenal, den Vizemeister der Jahre 2023, 2024 und 2025, und City, den Serienmeister seit Guardiolas Amtsantritt im Sommer 2016, darum gehen, den Druck geschickt auf den Gegner zu übertragen.
Für Guardiola und City scheint die Aufgabe auf den ersten Blick einfacher zu sein. Nach der Länderspielpause im späten März gelang es ihnen, den neunjährigen Punktvorsprung von Arsenal vollständig aufzuholen und im direkten Duell am vergangenen Sonntag mit einem 2:1-Sieg einen erheblichen Rückschlag für die Gunners zu verursachen. Trotzdem „Hype“-Gratwanderung
„Ich habe jetzt keine Maschine oder so, die mir zeigt, wie der Druck für mich heute war, wie nervös ich war, wie ich mich gefühlt habe“, sagte Guardiola nach dem Sieg in Burnley, der nach einem späten Ausflug des Heimkeepers Martin Dubravka in Citys Strafraum noch einmal kurz gefährdet war.
„Ich kann es nicht mit letzter Gewissheit sagen. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass das für die Zukunft, für alle in diesem Verein gut sein wird: Je häufiger man so eine Situation erlebt, je mehr Erfahrung man sammelt, desto besser kann man damit umgehen“, fügte Guardiola hinzu.
Psychologische Einblicke in Guardiolas Führung
Fünf Spiele bleiben beiden Mannschaften nun für das Wettschießen um den Titel. Manchester City hat noch Auswärtsspiele gegen Everton und Bournemouth sowie Heimspiele gegen Brentford, Crystal Palace und Aston Villa vor sich. Arsenal, das am Samstag gegen Newcastle kurzzeitig wieder an die Spitze springen kann, hat danach noch Begegnungen gegen Fulham und Burnley im Emirates Stadium in London sowie Derbys bei West Ham und Crystal Palace.
„Ich verwende sehr gerne das Bild einer Bienenkönigin, um über Führung zu reden“, erklärte Sportpsychologe Phil Johnson. „Die Bienenkönigin verfügt über ein Pheromon, eine Art Energie, die die Bienen bei Laune hält. Sie fliegt umher und berührt die Bienen mit ihrem eigenen Pheromon.“
Diese Energie hält die Gruppe zusammen, und im englischen Fußball gibt es derzeit eine ganz besondere Biene dieser Art, so Johnson.
„Es ist, als wäre Guardiola die Bienenkönigin bei Manchester City und würde im Moment genau die richtigen Pheromone durch den Bienenstock strömen lassen“, sagte der Sportpsychologe und äußerte sich wenig zu Arsenal-Trainer Mikel Arteta, der am Mittwoch nach 200 Tagen an der Spitze die Tabellenführung in der Premier League abgeben musste.
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