Spanien an der Spitze von Gruppe H bei der WM 2026
Die WM 2026 wird in Gruppe H von Spanien dominiert, dem amtierenden Europameister. Unter der Führung von Trainer Luis de la Fuente, der seit Januar 2023 im Amt ist, zeigt die Mannschaft eine bemerkenswerte Form. Seit dem Gewinn des vierten EM-Titels im Juli 2024 hat sie nur eine Niederlage hinnehmen müssen: im Nations-League-Finale gegen Portugal, das nach einem spannenden Elfmeterschießen entschieden wurde.
Dennoch steht Spanien unter Druck, denn die letzten Weltmeisterschaften haben gezeigt, dass Verbesserungen nötig sind. Nach dem Titelgewinn 2010 folgten in den letzten beiden Turnieren das Ausscheiden im Achtelfinale, 2018 gegen Russland und 2022 gegen Marokko. Auch das frühe Scheitern in der Vorrunde 2014 in Brasilien bleibt in Erinnerung. FIFA führt umfassende Regeländerungen für die WM 2026 ein.
Uruguay und die Herausforderer Saudi-Arabien sowie Kap Verde
Uruguay hat sich für die WM-Endrunde zum fünften Mal in Folge qualifiziert. In der südamerikanischen Qualifikation belegte das Team den vierten Platz, hinter Argentinien, Ecuador und Kolumbien, konnte jedoch Brasilien hinter sich lassen. Besonders bemerkenswert war der 2:0-Sieg gegen Argentinien sowie der gleiche Erfolg gegen Brasilien.
In der Gruppe kämpfen Saudi-Arabien und Kap Verde voraussichtlich um den dritten Platz. Saudi-Arabien ist zum siebten Mal bei einer WM vertreten und hat in der Vergangenheit nur einmal, 1994 in den USA, die Gruppenphase überstanden. Bei der letzten WM in Katar schieden die „Grünen Falken“ trotz eines Sieges gegen den späteren Weltmeister Argentinien bereits in der Vorrunde aus. Kap Verde hingegen feiert nach der Qualifikation gegen Kamerun seine erste WM-Teilnahme.
Der Spielplan der Gruppe H
Die Begegnungen der Gruppe H sind wie folgt terminiert:
- Montag, 15. Juni – 18:00 Uhr: Spanien gegen Kap Verde (Atlanta)
- Dienstag, 16. Juni – 00:00 Uhr: Saudi-Arabien gegen Uruguay (Miami)
- Sonntag, 21. Juni – 18:00 Uhr: Spanien gegen Saudi-Arabien (Atlanta)
- Montag, 22. Juni – 00:00 Uhr: Uruguay gegen Kap Verde (Miami)
- Samstag, 27. Juni – 02:00 Uhr: Kap Verde gegen Saudi-Arabien (Houston)
- Samstag, 27. Juni – 02:00 Uhr: Uruguay gegen Spanien (Zapopan)
Schlüsselspieler der Mannschaften
Ein Spieler, der für Spanien heraussticht, ist der 18-jährige Lamine Yamal, der mit Barcelona Meister wurde und in der LaLiga sowie der Champions League zahlreiche Tore erzielt hat. Für ihn wird dies die erste WM-Teilnahme sein.
Unai Simon, der 28-jährige Torhüter von Athletic Bilbao, hat sich als feste Größe im Team etabliert und war während der Qualifikation Kapitän der spanischen Nationalmannschaft.
Federico Valverde von Real Madrid ist der Schlüsselspieler für Uruguay. Er hat sich von einem Toptalent zu einem Leistungsträger entwickelt und erzielte in der Champions League insgesamt drei Tore in 13 Spielen.
Darwin Nunez, Uruguays Top-Torschütze der Qualifikation, hat kürzlich nach Saudi-Arabien gewechselt und konnte dort in 16 Ligaspielen zehn Tore erzielen.
Die Hoffnungen Saudi-Arabiens ruhen auf Salem Al-Dawsari, der bei der letzten WM mit einem entscheidenden Treffer gegen Argentinien auf sich aufmerksam machte. Der 34-Jährige hat bereits über 100 Länderspiele absolviert.
Saud Abdulhamid, ein flotter Außenverteidiger, spielt für den französischen Klub Lens und zählt zu den wenigen Legionären im saudischen Kader.
Kap Verde wird von Ryan Mendes angeführt, der als Kapitän und Rekordspieler gilt. Sein Kollege Logan Costa, ein Innenverteidiger von Villarreal, hat den höchsten Marktwert im Team und wird rechtzeitig zur WM nach einer Verletzung wieder fit sein.
Die Perspektiven für die Gruppenphase
Der Gruppensieger wird im Sechzehntelfinale auf den Zweiten der Gruppe J treffen. Der Zweitplatzierte aus Gruppe H wird es mit dem Sieger der Gruppe J zu tun bekommen. Für den Drittplatzierten aus Gruppe H gibt es die Möglichkeit, auf den Sieger der Gruppen A, G, I oder L zu treffen.
Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni in den USA, Mexiko und Kanada. Die Vorfreude auf dieses große Fußballereignis wächst, während sich die Teams intensiv auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereiten.
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Quellen: srf, wettfreunde
Bildquelle: depositphotos