Der niedersächsische Saftproduzent Beckers Bester erwägt offenbar die Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Hunderte von Anlegern warten seit Monaten auf die Rückzahlung ihrer Investitionen.
Beckers Bester, ein Familienunternehmen mit Sitz in Nörten-Hardenberg, prüft laut Informationen der Investmentplattform Invesdor die Möglichkeit einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Diese Informationen wurden an betroffene Crowdinvestoren weitergegeben. Zuvor berichtete bereits die Lebensmittel Zeitung über die Situation.
Die betroffenen Anleger hatten über die Plattform Finnest, die heute als Invesdor bekannt ist, in das Unternehmen investiert. Seit Mitte 2025 hat Beckers Bester jedoch die Zins- und Rückzahlungen eingestellt. Das Unternehmen führt dies auf einen sogenannten Solvenzvorbehalt zurück, der besagt, dass die Zahlungen die wirtschaftliche Stabilität gefährden könnten.
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Ende April hatte Beckers Bester den Investoren einen Vergleich angeboten, bei dem Anleger lediglich zehn Prozent ihrer ursprünglichen Investition zurückerhalten sollten. Eine Einigung konnte jedoch bislang nicht erzielt werden.
Anleger warten auf Rückzahlungen
Nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sammelte Beckers Bester in mehreren Finanzierungsrunden insgesamt mehrere Millionen Euro ein. Diese Mittel sollten unter anderem in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert werden. Die Investitionen wurden als Nachrangdarlehen strukturiert, was bedeutet, dass Anleger im Falle einer Insolvenz erst nach anderen Gläubigern bedient werden.
Laut Invesdor besteht weiterhin die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung mit den Gläubigern. Es könnte den Anlegern ein neues Angebot unterbreitet werden, jedoch liegt derzeit kein solches Angebot vor.
Auf eine Anfrage der Lebensmittel Zeitung reagierte Beckers Bester bislang nicht. Das Unternehmen zählt zu den größeren Herstellern in der Branche in Deutschland und produziert jährlich mehr als eine Million Hektoliter Fruchtsaft.
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Quellen: t-online