Elon Musk befindet sich in einem Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Sam Altman, in dem es um die Struktur des gemeinsam gegründeten KI-Unternehmens OpenAI geht. Musk fordert einen Schadenersatz in Höhe von 134 Millionen Dollar. Die Vorwürfe des Tech-Milliardärs sind erheblich.
In San Francisco wird nächste Woche ein bedeutender Rechtsstreit in der Technologiebranche ausgetragen: Elon Musk klagt gegen Sam Altman, den Mitgründer von OpenAI. Der CEO von Tesla verlangt eine enorme Summe von 134 Millionen Dollar als Entschädigung, da er Altman beschuldigt, die ursprünglich als gemeinnützige Organisation gegründete OpenAI ohne seine Zustimmung in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt zu haben.
Vorwürfe und Hintergründe des Rechtsstreits
Wie Berichten zufolge bekannt wurde, müssen nun neun Geschworene in Kalifornien entscheiden, ob Altman Musk tatsächlich über seine wahren Absichten getäuscht hat. Die beiden Männer haben eine gemeinsame Geschichte: 2015 gründeten Musk und Altman OpenAI, das Mutterunternehmen von ChatGPT, mit dem Ziel, sichere künstliche Intelligenz zum Nutzen der Menschheit zu entwickeln. Musk investierte nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Dollar in das Projekt.
Öffentliche Auseinandersetzungen und persönliche Angriffe
Der Konflikt eskalierte, als Musk Anfang 2023 öffentlich Kritik an OpenAI äußerte. Altman reagierte darauf mit einer emotionalen Nachricht, in der er seine Dankbarkeit für Musks Unterstützung ausdrückte und betonte, dass OpenAI ohne ihn nicht existieren würde. Gleichzeitig äußerte er seinen Schmerz über Musks öffentliche Angriffe auf die Organisation.
In der Folge bezeichnete Musk Altman auf der Plattform X als „Betrüger“. OpenAI hingegen argumentiert, dass die Klage lediglich ein Versuch sei, den Konkurrenten zu behindern, während Musks eigenes KI-Unternehmen xAI hinter OpenAI zurückbleibe. Zudem habe Musk einer gewinnorientierten Sparte zugestimmt.
Forderungen von Musk und mögliche Zeugen
Im Rahmen des Verfahrens fordert Musk auch eine umfassende Umstrukturierung der Unternehmensführung bei OpenAI. Er verlangt, dass Altman und Präsident Greg Brockman ihre Positionen räumen und die Organisation wieder vollständig gemeinnützig wird. Darüber hinaus sollen alle „unrechtmäßig erzielten Gewinne“ zurückgegeben werden, die Musk beabsichtigt, für wohltätige Zwecke zu spenden.
Ein prominenter Zeuge in diesem Fall wird Microsoft-CEO Satya Nadella sein, der zur Partnerschaft zwischen Microsoft und OpenAI aussagen soll. Musk hat diese Kooperation als die Entstehung eines „gewinnorientierten, den Markt lähmenden Ungeheuers“ bezeichnet.