Nachrichten für Oldenburg und die Region

Aktuelles Echo
ICE-Agenten schießen in der Bronx auf Fahrzeug: Mann verletzt, Kind bleibt unversehrt ICE-Agenten schießen in der Bronx auf Fahrzeug: Mann verletzt, Kind bleibt unversehrt Vor 14 Minuten Einsatz von KI im Wahlkampf: Republikaner setzen auf neue Strategien vor den Midterms Einsatz von KI im Wahlkampf: Republikaner setzen auf neue Strategien vor den Midterms Vor 16 Minuten Besorgniserregender Anstieg der Schulabgänger ohne Abschluss in Deutschland Besorgniserregender Anstieg der Schulabgänger ohne Abschluss in Deutschland Vor 20 Minuten Koalition erzielt Einigung zur Tabaksteuererhöhung nach internen Auseinandersetzungen Koalition erzielt Einigung zur Tabaksteuererhöhung nach internen Auseinandersetzungen Vor 27 Minuten Söder kündigt drastische Veränderungen im Länderfinanzausgleich an Söder kündigt drastische Veränderungen im Länderfinanzausgleich an Vor 30 Minuten Zehn Menschen sterben bei gewaltsamem Vorfall in Gefängnis von Mazatlán Zehn Menschen sterben bei gewaltsamem Vorfall in Gefängnis von Mazatlán Vor 39 Minuten BMW zieht Dienstwagenangebot für neuen Landtagspräsidenten zurück – Auswirkungen für Sachsen-Anhalt BMW zieht Dienstwagenangebot für neuen Landtagspräsidenten zurück – Auswirkungen für Sachsen-Anhalt Vor 42 Minuten Tod eines Rekruten bei Sportausbildung der Bundeswehr in Mittenwald Tod eines Rekruten bei Sportausbildung der Bundeswehr in Mittenwald Vor 46 Minuten Schröders Besuch in Moskau: Politische Reaktionen auf seine Teilnahme an Putins Feier Schröders Besuch in Moskau: Politische Reaktionen auf seine Teilnahme an Putins Feier Vor 50 Minuten Aufregung um Kimberly Guilfoyle: 100.000 Dollar Forderung entfacht politischen Streit Aufregung um Kimberly Guilfoyle: 100.000 Dollar Forderung entfacht politischen Streit Vor 1 Stunde

64 Millionen Mücken sollen in den USA zur Bekämpfung von Krankheiten freigelassen werden

Google plant, in den USA bis zu 64 Millionen genetisch modifizierte Mücken freizulassen, um die Population der gefährlichen Aedes aegypti zu reduzieren. Die Methode zielt darauf ab, durch Sterilität die Übertragung von Krankheiten wie Zika und Dengue zu verringern.

64 Millionen Mücken sollen in den USA zur Bekämpfung von Krankheiten freigelassen werden
depositphotos

Um die Population gefährlicher Stechmücken zu verringern, plant Google, fortpflanzungsunfähige Exemplare mit wilden Weibchen paaren zu lassen. Diese Methode wurde bereits erfolgreich getestet und soll nun in den USA in größerem Maßstab umgesetzt werden.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Stechmücken stellen eine der größten Plagen für die Menschheit dar. Jährlich sind laut offiziellen Statistiken Hunderttausende Todesfälle auf sie zurückzuführen. Die Ursache sind gefährliche Krankheiten, die durch Stiche von weiblichen Mücken auf den Menschen übertragen werden. Mit dem Projekt Debug beabsichtigt Google, dieser Plage entgegenzuwirken, indem bis zu 64 Millionen Mücken in den USA freigelassen werden. Besonders alarmierend ist, dass tödliche Begegnungen mit Insekten in Deutschland zunehmen.

Wie aus einer Bekanntmachung hervorgeht, prüft die US-Umweltschutzbehörde (EPA) derzeit einen Antrag von Google, der vorsieht, über einen Zeitraum von zwei Jahren jährlich bis zu 16 Millionen Mücken in Florida und Kalifornien freizusetzen. Die Entscheidung der EPA wird nach Abschluss der öffentlichen Konsultationsphase, die am 5. Juni endet, getroffen.

Das Konzept sieht vor, ausschließlich männliche Mücken freizulassen, die keine Menschen stechen. Diese Männchen tragen ein Bakterium namens Wolbachia in sich, welches sie praktisch steril macht. Die Nachkommen, die sie zeugen, sind nicht lebensfähig. Durch die Aussetzung von Millionen Männchen sollen diese sich mit wildlebenden Weibchen paaren. Da die gelegten Eier jedoch nicht schlüpfen, soll die Population schrittweise abnehmen, wodurch auch die Anzahl der weiblichen Mücken, die Krankheiten übertragen, sinkt.

Erste Erfolge in Kalifornien und Singapur

Im Fokus von Google steht die Mücke Aedes aegypti, eine ursprünglich aus Afrika stammende, aber weltweit invasive Art, die sich fast ausschließlich von menschlichem Blut ernährt. Diese Mückenart kann Krankheiten wie Zika, Dengue oder Chikungunya übertragen. Im aktuellen Antrag von Google geht es jedoch zunächst um die Mückenart Culex quinquefasciatus, die bekannt dafür ist, das West-Nil-Virus zu übertragen. Besonders wichtig ist es, sich über Dengue-Risiken zu informieren, besonders wenn man in betroffene Gebiete reist.

Die Idee, schädliche Insekten durch Sterilisation zu bekämpfen, ist nicht neu. In der Vergangenheit konnten beispielsweise die Populationen der Mittelmeer-Fruchtfliege und der Neuwelt-Schraubenwurmfliege erfolgreich eingedämmt werden. Auch Google hat bereits Erfolge bei der Bekämpfung von Mücken erzielt: In einem begrenzten Versuch in Kalifornien konnte die Zahl der weiblichen Mücken um etwa 96 Prozent reduziert werden, wie in einer 2020 veröffentlichten Studie berichtet wurde.

Zusätzlich meldete Google in einem Blogbeitrag aus Singapur Erfolge im Kampf gegen Mücken: Durch die Freisetzung von Millionen männlicher Wolbachia-Mücken habe das Land innerhalb von 6 bis 12 Monaten eine Reduzierung der Mückenpopulation von Aedes aegypti um 80 bis 90 Prozent erlebt. Gleichzeitig soll die Anzahl der Dengue-Fälle um mehr als 70 Prozent gesunken sein.

Technologische Unterstützung für die Mückenproduktion

Die Zucht von Mücken stellte lange eine Herausforderung dar, da es schwierig war, zuverlässig eine hohe Anzahl an Männchen zu züchten. Google plant, dieses Problem mithilfe verschiedener Technologien zu lösen: Zuchtmaschinen sollen Mücken quasi am Fließband produzieren, während KI dabei helfen soll, die aufgezogenen Männchen von Weibchen zu trennen.

Warum nicht auf andere Methoden zurückgreifen? Pestizide seien keine Lösung, da sie mit der Zeit ihre Wirksamkeit verlieren und auch für Menschen gefährlich sein können. Zudem reiche das Beseitigen von stehendem Wasser nicht aus, da nicht alle Brutstätten der Mücken gefunden werden können. Debug versichert außerdem, dass bei diesem Vorhaben keine Chemikalien, Gifte oder genmanipulierten Organismen eingesetzt werden.

Kritik und Bedenken

Chris Grinter von der California Academy of Sciences bewertet die Methode grundsätzlich positiv, warnt jedoch, dass darauf geachtet werden müsse, nicht versehentlich weibliche Mücken freizulassen. „Man will ja nicht versehentlich die Mückenpopulation vergrößern“, so Grinter. Die männlichen Mücken könnten sich hingegen in das Ökosystem einfügen, indem sie Pflanzen bestäuben und anderen Tieren als Nahrung dienen. Ein weiteres Beispiel für unerwartete Gesundheitsrisiken ist ein suspektes Krankheitsbild, das während eines Evakuierungsflugs auftrat.

„`


Quellen: n-tv

Bildquelle: depositphotos

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.